PRAXIS FÜR LERNTHERAPIE

Dyskalkulie - Rechenschwäche

 

Von einer Rechenschwäche betroffenen Kindern und Jugendlichen fehlt das grundlegende Verständnis für Mengen und Relationen und/oder Zahlen und ihren Beziehungen zueinander. Diese Vorstellungen sind für weitere mathematische Handlungen unverzichtbar. Ohne einen gesicherten Mengen- und Zahlbegriff können keine Rechenoperationen durchgeführt und kein Zahlenraum aufgebaut werden.

Sinnvolles Zählen: fehlende Kenntnis vom Zusammenhang Menge - Zahl. Hinter dem Zahlbegriff stehen gleich bleibende Werte (5 Steine, 5 cm, 5kg - weshalb auch die Beziehungen der Zahlen untereinander gleich bleiben: mehr, weniger, größer, kleiner...).

Serialschwäche: das Kind hat eine eingeschränkte Merkfähigkeit für Informationen, die eine zeitliche Abfolge haben wie Zahlenreihen, Silbenreihen, Inhalte von Textaufgaben, mündlich gestellte Rechenaufgaben.

Optische Differenzierungsschwäche: Das Kind hat Schwierigkeiten beim Erkennen von mathematischen Zeichen, z.B. werden plus und mal verwechselt.

Erfassen der Mengenkonstanz: das Kind erkennt nicht, dass 1 Euro und zwei 50-Cent-Stücke vom Geldwert das Gleiche sind oder dass ein Klumpen Kuchenteig von der Menge immer noch gleich ist, auch wenn er in 3 Teile geteilt ist.

Erfassung des Körperschemas: Das Kind hat detaillierte Schwierigkeiten mit der Lateralität und somit auch mit der Orientierung und Wahrnehmung im Raum.

Im Bereich der visuellen Wahrnehmung: das Kind hat Schwierigkeiten, Wörter wie "innen", "außen", "rechts", "links" oder "davor" zu verstehen, sowie Mengen, Größen und Entfernungen einzuschätzen.

Im Bereich der visuell-motorischen Integration: grob- und feinmotorische Schwierigkeiten beim Schreiben oder auch bei Bewegungsmustern wie Radfahren oder Seilspringen.